Teil I (Vortrag)

Prüfungsthema: Armes reiches Guinea

Aufgabenstellung:

Das westafrikanische Land Guinea ist reich an Ressourcen – und gleichzeitig sehr arm. 

  1. Beschreiben Sie einige Instrumente zur Einordnung des Entwicklungsstandes von Ländern.
  2. Analysieren Sie den Entwicklungsstand von Guinea (Atlas). 
  3. Beurteilen Sie, ob das Phänomen des „Ressourcenfluchs“ auch für Guinea gilt. 

Material: Atlas, M 1

Materialien:
M 1 | „Guinea ist reich – und trotzdem sind wir arm.“

Auf die Frage, warum das Land trotz seiner Rohstoffe so arm ist, hört man in Guinea oft Aussagen wie: „Unsere Politiker taugen nichts.“, „Außerdem fehlt es an guter Bildung.“, „Das Land wird einfach miserabel geführt. Das Problem ist die Korruption.“ Guinea litt nach der 1958 endenden französischen Kolonialherrschaft zunehmend unter der Willkür des Präsidenten Sekou Touré. Dessen Maßnahmen zur Machtsicherung fielen zehntausende Menschen zum Opfer.

In Guinea existiert ein Ressourcenparadox: Im Südosten des Landes, an der Grenze zu Sierra Leone und Liberia schlummern die größten Eisenvorkommen der Welt. Im Norden, an der Grenze zu Mali, gibt es Gold und Diamanten. Und im Nordwesten liegen die größten Bauxitreserven der Erde, Ausgangsstoff für Aluminium. Nahezu 100 Prozent der guineischen Exporte stammen aus dem Bergbausektor, knapp die Hälfte des guineischen Staatshaushaltes wird über die Minen finanziert. Den mit Abstand größten Anteil stellt die Bauxitförderung. Nirgendwo gibt es mehr und aluminiumhaltigeres Erz als in Guinea.

Doch ein Großteil der Gewinne kommt nicht bei den Menschen in Guinea an. Die Wertschöpfung findet außerhalb Guineas statt. Fragwürdige Firmendeals leiten Gelder in ausländische Unternehmen. Internationale Konzerne sichern sich mit etwas Bestechungsgeld lukrative Rohstoffrechte.

Statt Geld landen Umweltprobleme in Guinea: Staaten wie China, lagern ihre Umweltsünden aus, indem Sie die energieintensive und umweltschädigende Aluminiumverhüttung in das Land verlegen.

Quelle: stark gekürzt und verändert nach B. Moscovici (06.07.2019 im Deutschlandfunk)

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